Ratgeber zum Thema Steuerrecht
Scheidung - was es alles beinhaltet
26.07.2017 | Steuerrecht
Bis dass der Tod uns scheidet, dieser Satz trifft schon lange nicht mehr zu. In Deutschland wird statistisch gesehen jede dritte Ehe irgendwann vom Richter beendet. So einfach wie eine Eheschließung, bei der es im Extremfall ausreicht, sich ohne großen Wirbel auf dem Standesamt trauen zu lassen, ist es bei einer Scheidung nicht. Es muss vieles berechnet werden, aufgeteilt werden und vor allem muss in den allermeisten Fällen das Trennungsjahr eingehalten werden.

Wenn die Ehe scheitert

Manche Menschen merken schon nach kurzer Ehe, dass er oder sie den falschen Partner geheiratet hat, andere Ehen scheitern erst nach Jahrzehnten. Wann auch immer der Wille zur Trennung und Scheidung aufkommt, immer ist das Scheitern der Ehe die Voraussetzung.

Erfolgt die Ehescheidung einvernehmlich, muss dennoch das Trennungsjahr eingehalten werden, wenn ein Partner nicht einverstanden ist, wird die Ehe erst nach drei Jahren geschieden. Dann gibt es noch die Härtefallscheidung, hierfür sind die Voraussetzungen so speziell, dass sie nur auf die wenigsten Scheidungswilligen zutreffen. Letztendlich erfolgt eine Scheidung vor dem Familiengericht.

Vor der Scheidung

Wer sich scheiden lassen will, muss sich von einem Anwalt für Scheidungsrecht vertreten lassen. Wenn sich beide Ehepartner trennen wollen und sich ohne Streitigkeiten einigen können, genügt ein Anwalt. Bei Unstimmigkeiten oder wenn sich ein Partner nicht scheiden lassen will, muss sich jeder einen eigenen Anwalt nehmen.

Vor dem eigentlichen Scheidungstermin müssen viele Fragen geklärt sein. Dazu gehören der Unterhalt für die Kinder und eventuell dem Ex-Partner, das Sorgerecht und das Umgangsrecht für die Kinder, der Versorgungausgleich, das ist die Aufteilung der während der Ehe erworbenen Rentenansprüche, sowie die Aufteilung des Vermögens und Hausrates und die Zuteilung der Wohnung. Je einiger sich die Ehepartner in diesen Fragen sind, um so kostengünstiger wird letztendlich die Scheidung.

Viele Anwälte bieten heutzutage eine so genannte Online-Scheidung an. Der Begriff ist leicht irreführend, denn es ist nicht möglich, sich per Internet scheiden zu lassen. Er bezieht sich lediglich auf den Umgang zwischen dem Anwalt für Scheidungsrecht und seinem Mandanten. Die Korrespondenz und der Kontakt werden online oder per Telefon erledigt.

Die darauf spezialisierten Anwälte reagieren in der Regel in kurzer Zeit. Für den Mandanten bestehen dadurch viele Vorteile. Außer zum Erstgespräch muss er die Kanzlei im Idealfall nicht mehr aufsuchen. Er muss keinen Termin vereinbaren und dafür womöglich frei nehmen. Neben der Zeit spart er auch Fahrtkosten. Wenn Probleme nicht online geklärt werden können, kann immer noch ein persönliches Treffen vereinbart werden.

Die Scheidung

Wenn das Trennungsjahr um ist und alles geklärt ist, kommt es zum Scheidungstermin. Hierzu muss das ehemalige Ehepaar mit dem Anwalt persönlich vor Gericht erscheinen und wird recht schnell geschieden.
 Scheidung - was es alles beinhaltet

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